Start Ratgeber Wundversorgung Dekubitusprophylaxe: Dem Wundliegen vorbeugen

Dekubitusprophylaxe: Dem Wundliegen vorbeugen

Die Behandlung eines Dekubitus mit chronischen Wunden und Druckgeschwüren ist sehr schwierig und dauert lange. Besser ist es daher, mit gezielter Prophylaxe ein Wundliegen von vornherein zu verhindern.
Die Struktur einer Wechseldruck-Matratze

 

Dies sind die wichtigsten Maßnahmen, um aktiv einem Dekubitus vorzubeugen:

1. Bewegung und wechselnde Positionierung

Je öfter Sie sich bewegen, desto geringer ist das Risiko eines Druckgeschwürs (Dekubitus). Bettlägerige Menschen müssen regelmäßig durch andere Personen bewegt und positioniert werden. Hilfreich ist ein individueller Bewegungsplan. Gefährdete Körperregionen sollten täglich begutachtet werden.

2. Anti-Dekubitus-Hilfsmittel

Bei Bettlägerigkeit kann eine herkömmliche Matratze gegen eine Wechseldruck-Matratze ausgetauscht werden. Sie hat mehrere Luftkammern, die durch eine Automatik gesteuert werden. Dadurch liegt man abwechselnd auf verschiedenen Luftkammern, wodurch der Druck auf einzelne Körperstellen gemindert wird. Sie ersetzen aber keinesfalls das regelmäßige Umlagern. In sitzender Position reduzieren Gelkissen den Druck.

3. Hautpflege

Eine sorgfältige Hautpflege ist ein wichtiger Bestandteil der Dekubitusprophylaxe – nur eine intakte Haut kann ihre Schutzfunktion wahrnehmen. Waschen Sie sich möglichst mit kühlerem Wasser, weil warmes Wasser die Haut stärker strapaziert. Benutzen Sie zur Hautreinigung milde Seifen oder pH-neutrale Waschlotionen. Bei sehr trockener Haut verwenden Sie am besten Hautpflegeprodukte auf einer Wasser-in-Öl Basis, bei fettiger Haut Öl-in-Wasser-Produkte.

4. Ernährung

Eine ausgewogene Ernährung und ausreichende Flüssigkeitszufuhr verbessern den Hautzustand. Ebenso wichtig sind Vitamine und Mineralstoffe. Ihr Hausarzt oder eine Ernährungsberaterin erstellen gemeinsam mit Ihnen einen individuellen Ernährungsplan.